Trauma im unteren Rücken

Da Probleme im unteren Rücken die wohl am häufigsten vorkommenden Beschwerden meiner Schüler sind, möchte ich hier einen Teil meiner Geschichte mit Euch teilen. Dies ist nur ein Kapitel. 😉

Wie alle meine Jungs stehe auch ich hin und wieder mit dem Eishockeyschläger am Eis. Ich gebe zu, ich nehme den Schläger wie einen Besen und vermeide das Gewusel in der Nähe des Pucks. 😉 Vorige Saison war Training mit den EHC KIWI Voralpenkings Vöcklabruck noch möglich und da hatte ich im Kampf des Gefechtes einen dummen Sturz. Mich hat es so richtig auf meinen Allerwertesten gesetzt und das hat mir einen Schmerz beschert, der bis in den Kopf zu spüren war. Ich habe noch weitergespielt, aber nach dem Training konnte ich ertasten, dass ein Wirbel in meiner Lendenwirbelsäule ziemlich komisch rausgestanden ist. 😯

Ein paar Tage habe ich mit Yogaübungen versucht, das wieder hinzubekommen. Es hat sich aber echt nicht gut angefühlt und die Position des herausspringenden Wirbels hat sich nicht verändert. 😢

Ein paar Wochen Wartezeit und 2 osteopathische Behandlungen im Therapiepunkt Timelkam später war der Wirbel wieder halbwegs da, wo er sein sollte. Trotzdem war mein unterer Rücken noch etwas traumatisiert, sozusagen meine Schwachstelle. Vermutlich war die Schwachstelle schon vorher da, die sogenannte Sollbruchstelle?

Nun bin ich gerade mitten in meiner Anusara Yoga Ausbildung. Beim achtsamen Üben merke ich, dass mein unterer Rücken oft in eine ungesunde Ausgleichsbewegung geht. Die letzte Lektion über die Beckenausrichtung in den Asanas hat mich noch einmal ganz bewusst nachspüren lassen. Und siehe da, wenn ich es schaffe, meine Lendenwirbelsäule richtig gut zu längen, bekomme ich auf einmal ein richtig wohliges und stabiles Gefühl in meiner ursprünglichen Problemzone. Ich bin immer wieder begeistert, was mit Yoga alles möglich ist!! 😁 Anusara Yoga und Osteopathie … that’s the sh… 😁 👍 Weißt Du schon, dass es bei mir Einzelstunden in Yoga und Osteopathie gibt?

Die Yogaerfahrenen unter Euch kennen sicher die eine oder andere Ansage über die Beckenstellung in den einzelnen Asanas: ‘Bauchnabel nach oben innen ziehen’, ‘Steißbein nach unten strecken’, ‘Uddiyana Bandha aktivieren’ etc. 😏 Der erste wichtige Schritt, nämlich vorher das Becken ganz bewusst nach vorne zu kippen und einen ‘Entenpopo’ zu machen, wird leider oft vergessen. Erst die vollständige Abfolge dieser kleinen Bewegungen gibt uns Länge in der Lendenwirbelsäule und vermeidet einen ungesunden Knick in den Rückbeugen. 👍

Mein Aha-Erlebnis während des achtsamen Übens auf der Matte lässt mich nun auch im Alltag wie von allein eine gute und schmerzfreie Haltung einnehmen. Ich bin schmerzfrei und fühle mich, stark, fit und belastbar. Unser Körper merkt sich, was ihm gut tut, wenn wirs ihm zeigen. Darum praktizieren wir. 😁

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